Das wahre Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick.
- Armin Wick
- 5. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Was, wenn du gerade nirgends ankommen musst?
Der Moment ist schon da.
Noch bevor du ihn benennst.
Noch bevor du weißt, ob er angenehm ist.
Der Körper sitzt hier.
Atmet.
Spürt den Boden, den Stuhl, die Temperatur im Raum.
Ganz ohne Plan.
Gedanken ziehen weiter.
Nach vorne.
Nach hinten.Zu dem, was noch fehlt oder schon vorbei ist.
Und währenddessen bleibt etwas.
Still.
Unaufgeregt.
Nicht auf der Suche.
„Das wahre Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick.“
Nicht als Idee.
Nicht als Übung.
Eher wie eine Erinnerung, die nichts fordert.
Vielleicht ist Zuhause kein Ort.
Kein Zustand.
Kein Ziel am Ende eines Weges.
Vielleicht zeigt es sich, wenn du für einen Moment aufhörst, unterwegs zu sein.
Wenn nichts mehr erreicht werden muss.
Wenn der Körper nicht mehr hinterherläuft.
Manchmal fühlt sich dieser Augenblick fremd an.
Leer.
Oder zu ruhig.
Nicht spektakulär genug.
Und doch trägt er alles, was gerade da ist.
Auch die Unruhe.
Auch das Warten.
Auch das Nichtwissen.
Was nennst du Zuhause, wenn nichts anders sein muss?
Und was bleibt, wenn du für einen Moment nicht weitergehst?
Vielleicht reicht es, hier zu sein.
Nicht länger.
Nicht besser.
Einfach jetzt.



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