Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.
- Armin Wick
- 31. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Was liegt dir gerade im Weg?
Nicht theoretisch.
Nicht „irgendwann“.
Jetzt.
Vielleicht etwas Kleines.
Ein Satz, der nachhallt.
Ein Termin, der kippt.
Ein Gedanke, der sich querstellt.
Der Satz steht da.
Still.Ohne Anleitung.
Man liest ihn im Vorübergehen.
Zwischen zwei Dingen, die erledigt werden wollen.
Der Kopf noch halb woanders.
Er liegt da.
Im Weg.
Unübersehbar.
Man kann ihn umgehen.
Man kann ihn verfluchen.
Man kann so tun, als wäre er nicht da.
Manchmal bleibt man stehen.
Nicht aus Einsicht.
Sondern weil der Fuß nicht weiter will.
Beobachtung:
Steine verändern Wege.
Nicht aus Absicht.
Einfach durch ihr Dasein.
Manche nimmt man in die Hand.
Andere sind zu schwer.
Nicht alles eignet sich.
Und trotzdem entsteht manchmal etwas.
Kein großes Bauwerk.
Eher etwas Kleines.
Ein neuer Tritt.
Ein anderer Blick.
Nicht geplant.
Nicht schön im klassischen Sinn.
Was passiert, wenn der Stein nicht sofort wegmuss?
Und wenn „bauen“ nichts Aktives ist,
sondern etwas, das sich ergibt?
Der Satz bleibt liegen.
Wie der Stein selbst.
Er verspricht nichts.
Er erlaubt nur.



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