Wer weiß, dass er genug hat, ist reich.
- Armin Wick
- 25. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Reich.
Ein Wort, das sofort Bilder ruft. Mehr. Größer. Schneller.
Und dann dieser Satz, leise wie ein Atemzug:
„Wer weiß, dass er genug hat, ist reich.“
Nicht: wer viel hat.
Nicht: wer alles erreicht.
Sondern: wer weiß.
Vielleicht zeigt sich dieses Wissen nicht im Kopf.
Sondern in den Füßen, die den Boden spüren.
Im Atem, der kommt, ohne gefragt zu werden.
Im Herzschlag, der nichts leisten will.
Genug ist kein Maß.
Es ist ein Moment.
Ein stilles Einrasten.
Du sitzt.
Die Hände liegen offen.
Vielleicht merkst du: Es fehlt gerade nichts, was jetzt da sein müsste.
Kein Zusatz. Kein Beweis.
Und gleichzeitig darf alles da sein, was noch will.
Wünsche. Bewegung. Leben.
Reichtum schließt das nicht aus.
Der Satz steht da wie eine Tür, die nicht aufgeht,
sondern einfach offen ist.
Man kann hindurchgehen.
Oder stehen bleiben.
Vielleicht zeigt sich Reichtum genau hier:
im Nicht-Nachzählen.
Im kurzen Innehalten.
Im Wissen, das keinen Applaus braucht.
Der Atem geht.
Die Zeit auch.
Und der Satz bleibt.



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