Das Leben ist ohne Fehler. Gut und schlecht sind menschliche Bewertungen.
Aktualisiert: vor 3 Tagen

Ein Satz.
Mehr nicht.
Ein Morgen.
Der Regen fällt leise.
Die Katze liegt auf dem Fensterbrett.
Im Teekocher sprudelt das heiße Wasser.
In 15 Minuten muss ich gehen.
Das ist, was gerade geschieht.
Dann meldet sich der Kopf.
Ich sollte mehr leisten.
Ich sollte erfolgreich sein.
Ich vergleiche mich mit den anderen.
Was, wenn …?
Das ist, was mein Kopf daraus macht.
Zwei verschiedene Dinge.
Die Situation.
Und die Bewertung.
Ein Atemzug.
Herzklopfen, leise Spannung.
Ein Teil spürt: Etwas wächst, zaghaft, fast unsichtbar.
Ein anderer flüstert: „Vielleicht sollte alles anders laufen.“
Vertrauen. Zweifel.
Dranbleiben. Loslassen.
Alles gleichzeitig.
Gefühle dürfen da sein.
Ich bin nur nicht dasselbe wie sie.
Der Körper, der Atem – sie zeigen leise, was mir wichtig ist,
bevor der Kopf urteilt.
Das heißt nicht, dass alles gut ist.
Schmerz ist echt.
Manches will angesprochen oder verändert werden.
Aber zwischen dem, was geschieht,
und dem, was wir daraus machen,
liegt ein Spielraum.
Ein Wintertag.
Licht fällt auf das Gesicht.
Die Kälte beißt auf der Haut.
Schön. Schmerzhaft. Gleichzeitig.
Vielleicht ist nichts falsch.
Vielleicht passiert Leben einfach.
– Was ist gerade tatsächlich passiert – und was macht mein Kopf daraus?
– Wo spüre ich Anspannung oder Leichtigkeit in meinem Körper?
– Was ist mir darin wichtig?
– Was ist jetzt dran – wenn überhaupt?
Manchmal hilft es, diese Fragen nicht allein zu stellen.



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