Man muß ausdauernder sein als die Schwirigkeiten
- Armin Wick
- vor 5 Tagen
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Was, wenn es dabei gar nicht um Gewinnen geht?
Die Schwierigkeit ist da.
Manchmal plötzlich.
Manchmal schon viel zu lange.
Nicht als Gegner, eher wie etwas, das sich ungefragt dazugesetzt hat.
Der Körper merkt es zuerst.
Ein Druck.
Ein Innehalten.
Dieses kurze „Ich kann gerade nicht mehr“.
Oft kommt dann der Impuls, etwas zu tun.
Stärker zu werden.
Schneller zu reagieren.
Als müsste man sich zusammennehmen.
Und vielleicht meint Ausdauer etwas anderes.
Nicht weitermachen um jeden Preis.
Sondern einen Moment länger bleiben.
Die Schwierigkeit nicht sofort wegschieben.
Nicht erklären.
Nicht reparieren.
Einfach da sein lassen, auch wenn es unangenehm ist.
Manchmal tauchen dann Fragen auf.
Ganz leise.
Warum ist das gerade jetzt da?
Was berührt es in mir?
Was will vielleicht gesehen werden, nicht gelöst?
„Man muß ausdauerner sein als die Schwirigkeiten.“
Vielleicht heißt das nicht, härter zu sein.
Sondern offener.
Bereiter, etwas anzunehmen, ohne gleich zu wissen, wozu.
Manche Schwierigkeiten bleiben.
Aber sie verlieren etwas von ihrer Schwere.
Nicht, weil sie verschwinden.
Sondern weil sich etwas in uns verschiebt.
Was zeigt sich, wenn du der Schwierigkeit nicht davonläufst?
Und was, wenn sie nicht gegen dich ist?
Vielleicht reicht es, das einen Moment wirken zu lassen.
Ohne Ziel.
Ohne Vergleich.



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