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Wenn du etwas loslässt, hast du plötzlich zwei Hände frei.

Wenn du etwas löslässt, hast du plötzlich zei Hände frei.
Wenn du etwas löslässt, hast du plötzlich zei Hände frei.

Wenn du etwas loslässt, hast du plötzlich zwei Hände frei.


Was wäre,

wenn dein Festhalten

gar keine Stärke ist,

sondern nur Gewohnheit?


Wenn du etwas loslässt,

hast du plötzlich zwei Hände frei.


So einfach gesagt.

Und doch bleibt meine Hand oft noch in der Luft,

als müsste sie etwas festhalten,

nur für den Fall.


Loslassen klingt nach Rückzug.

Nach Egal.

Nach Wegdrehen.


Aber so fühlt es sich nicht an.


Es fühlt sich an wie

aufhören zu kämpfen.

Nicht um Anerkennung.

Nicht um Recht haben.

Nicht um das nächste Mehr.


Ich lasse los

vom Vergleichen.

Vom Verhandeln.

Vom ständigen inneren Wettlauf.


Und plötzlich taucht die Frage auf:

Darf ich das?

Ist das ein Privileg,

weil ich gerade sicher stehe?


Oder ist es etwas anderes

als Aufgeben?


Loslassen heißt nicht,

dass mir alles gleichgültig wird.

Es heißt, den Griff zu lockern.

Nicht alles festzunageln.

Nicht überall mitzugehen.


Die Welt ist laut.

Manches brennt.

Und trotzdem spüre ich:

Mein Nein zum Gegeneinander

muss nicht laut sein.


Vielleicht ist Loslassen

keine Flucht,

sondern eine Form von Bleiben.


Mit offenen Händen.

Ohne Faust.


Zwei Hände frei

nicht für mehr Aufgaben,

sondern für das,

was sich zeigen will.

Ich weiß noch nicht,

was kommt.


Aber ich merke:

So kann ich es empfangen.

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