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Gelassenheit – Zwischen Anspannung und Wunsch nach Ruhe

Aktualisiert: 23. Dez. 2025

Morgenstart

Der Wecker klingelt.

Zu früh.

Gedanken sind sofort da.

Was heute alles ansteht.

Was ich nicht vergessen darf.

Der Körper ist wach, aber nicht ruhig.

Schultern hochgezogen.

Kiefer fest.

Ich atme – und merke, wie wenig das verändert.


Unterwegs im Alltag

Der Verkehr stockt.

Ein Blick auf die Uhr.

Zu spät. Schon wieder.

„Warum stresst mich das so?“

Hände umklammern das Lenkrad.

Ein Hupen von hinten.

Der Puls steigt schneller als der Wagen vor mir.

Ich will gelassen bleiben.

Und merke, wie weit ich davon entfernt bin.


Gedankenschleifen

Ich weiß doch, dass Aufregen nichts bringt.

Habe Bücher gelesen.

Podcasts gehört.

Verstanden, wie Gelassenheit theoretisch funktioniert.

Trotzdem:

Die Gedanken hören nicht auf.

Was hätte ich anders machen sollen?

Was kommt noch?

Was, wenn es schiefgeht?

Alles durchdacht.

Nichts ruhiger.


Kleine Konflikte

Ein kurzer Kommentar im Gespräch.

„Du bist heute aber empfindlich.“

Ein Lächeln, das nicht ankommt.

Etwas zieht sich zusammen.

Ich sage nichts.

Nehme es mit.

Trage es weiter.

Gelassenheit fühlt sich plötzlich sehr weit weg an.


Überforderung durch Komplexität

Zu viele Rollen.

Zu viele Erwartungen.

Arbeit, Beziehungen, Entscheidungen.

Alles greift ineinander.

Je mehr ich versuche, ruhig zu bleiben,

desto mehr kontrolliere ich.

Und verliere genau das, was ich suche.

Ich merke:

So, wie es gerade läuft, wird es nicht leichter.


Zwischenraum

Ein offenes Fenster.

Kühle Luft.

Ein Baum bewegt sich im Wind,

ohne Eile, ohne Ziel.

Ich bleibe kurz stehen.

Nicht gelassen.

Aber einen Moment weniger angespannt.


Unterstützung & Spiegel

Manchmal reicht Selbstbeobachtung nicht.

Nicht, weil sie falsch ist.

Sondern weil man sich selbst nicht verlässt.

Ein Gespräch, das ordnet.

Jemand, der von außen schaut.

Der das Tempo rausnimmt,

wo ich es selbst nicht schaffe.

Keine Lösung.

Aber Orientierung.

Ein erster Hauch von Ruhe.


Ein stiller Zwischenraum

Manche Unruhe will gesehen werden, bevor sie gehen kann.



Fragen, die bleiben dürfen

– Wo verliere ich Gelassenheit, obwohl ich sie mir so sehr wünsche?

– Welche Situationen spannen meinen Körper sofort an?

– Was versuche ich innerlich zu kontrollieren?

– Wo drehe ich mich gedanklich im Kreis?

– Woran merke ich, dass ich Unterstützung brauchen könnte?

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