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Veränderung – Zwischen Bleiben und Aufbrechen

Aktualisiert: 25. Dez. 2025

Der gewohnte Anfang

Der Tag beginnt wie immer.

Gleicher Weg.

Gleiche Gedanken.

Ich weiß schon beim Aufstehen,

wie sich der Abend anfühlen wird.

Nicht schlecht.

Aber auch nicht richtig.

Ein leises Gefühl meldet sich:

So kann es nicht bleiben.


Innere Bewegung

Gedanken tauchen auf.

„Ich müsste etwas ändern.“

Kurz darauf:

„Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.“

Beides fühlt sich wahr an.

Der Körper reagiert schneller als der Verstand.

Unruhe in der Brust.

Ein Ziehen im Bauch.

Veränderung klingt nach Risiko.

Stillstand nach Schwere.


Kleine Auslöser

Ein Satz im Gespräch.

„Machst du das schon immer so?“

Ich lache.

Innerlich stockt etwas.

Ein Blick auf alte Fotos.

Ein früheres Ich,

das mutiger wirkt,

lebendiger.

Ich schiebe das Gefühl weg.

Doch es kommt wieder.


Gedankenschleifen

Ich denke nach.

Plane.

Verwerfe.

Male mir Möglichkeiten aus

und verliere mich darin.

Alles durchdacht.

Nichts entschieden.

Je länger ich warte,desto größer wird die Angst,

etwas falsch zu machen.

Und genau das hält mich fest.


Komplexität des Alltags

Verantwortung.

Erwartungen.

Verpflichtungen.

Alles greift ineinander.

Veränderung betrifft nie nur einen Bereich.

Es zieht Kreise.

Je mehr ich versuche, alles zu berücksichtigen,

desto unbeweglicher werde ich.

So, wie es ist,

fühlt es sich nicht mehr stimmig an.


Zwischenraum

Ein Schritt nach draußen.

Kühle Luft.

Ein Baum mit abgebrochenem Ast,

wächst trotzdem weiter.

Nicht geplant.

Nicht perfekt.

Aber lebendig.

Ich bleibe kurz stehen.


Unterstützung & Spiegel

Manchmal reicht Nachdenken nicht.

Nicht, weil es zu wenig ist.

Sondern weil es im Kreis läuft.

Ein Blick von außen kann sortieren,

was sich innen verheddert hat.

Ein Gespräch, das Raum gibt,

ohne zu drängen.

Keine Entscheidung.

Aber Richtung.

Ein erstes Loslassen vom Stillstand.



Ein Moment zum Nachspüren

Veränderung beginnt oft leise, lange bevor etwas sichtbar wird.



Fragen, die bleiben dürfen

– Wo spüre ich schon lange, dass etwas nicht mehr passt?

– Was halte ich fest, obwohl es mich schwer macht?

– Wovor habe ich mehr Angst: vor dem Gehen oder vor dem Bleiben?

– Welche Gedanken halten mich in der Schleife?

– Wo könnte ein Spiegel von außen helfen, Klarheit zu gewinnen?

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