Supervision in der Führung – ein Ort für innere Orientierung
- Armin Wick
- 25. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Dez. 2025

Führung bewegt sich oft in Zwischenräumen: zwischen den Erwartungen der Organisation, den Bedürfnissen des Teams und dem eigenen Anspruch, klar und zugleich nahbar zu bleiben. In diesen Räumen kann ein feiner Druck entstehen – nicht greifbar, aber spürbar. Supervision für Führungskräfte schafft einen Moment, in dem diese inneren Bewegungen sichtbar werden dürfen, ohne dass sie sofort eingeordnet oder gelöst werden müssen.
Anders als in der klassischen Supervision im Sozialbereich, die häufig die emotionale Nähe zur Klient:innenarbeit fokussiert, öffnet sich hier ein spezieller Raum: ein Raum, in dem Verantwortung, Entscheidungstempo und Rollenvielfalt ineinandergreifen. Vielleicht taucht ein leiser Gedanke auf, der im Alltag leicht untergeht, oder ein kurzer Widerstand, wenn die eigenen Werte mit organisationalen Erwartungen in Berührung kommen.
In der Einzelsupervision entsteht ein feines Gespür dafür, wie die eigene Rolle gerade wirkt. Trägt sie? Wird sie eng? Gibt es kleine Verschiebungsmöglichkeiten? In der Fallsupervision kann eine konkrete Situation aus dem Führungsalltag sichtbar werden – ein Gespräch, eine Irritation, ein Moment des Zögerns – und neue Perspektiven auf die Dynamik eröffnen, ohne dass sofort Entscheidungen getroffen werden müssen.
In der Teamsupervision zeigt sich Führung im Zusammenspiel: unausgesprochene Erwartungen, Routinen, die tragen, und solche, die eher bremsen. Gemeinsame Reflexion kann erkennbar machen, wo etwas stockt und wo neue Impulse entstehen können.
Zwischen all dem entsteht manchmal ein unerwarteter Moment von Klarheit. Oder zumindest ein erster Hinweis darauf, was gerade wirklich wirkt. Supervision bleibt dabei offen – eher ein Resonanzraum als ein Werkzeugkoffer.
Wenn du neugierig bist, wie solche Momente für dich entstehen können, kann ein unverbindliches Erstgespräch ein sanfter Einstieg sein – ein Raum, in dem du deine Führungserfahrungen reflektieren darfst, ohne dass etwas erwartet wird.
Was verändert sich in mir, wenn ich wahrnehme, wie Führung sich im Moment anfühlt?
Wo im Körper spüre ich kleine Hinweise wie Ziehen, Stocken oder Weiten, wenn ich
über Verantwortung nachdenke?
Welche leise Möglichkeit taucht auf, wenn ich mir einen Moment zwischen Impuls und Handlung erlaube?



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