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Lebensfreude – Zwischen Funktionieren und echtem Erleben

Aktualisiert: 23. Dez. 2025

Alltag im Autopilot

Der Tag beginnt, noch bevor ich richtig da bin.

Aufstehen. Duschen. Kaffee.

Gedanken sind schneller als der Körper.

Was heute alles erledigt werden muss.

Ich funktioniere.

Und frage mich leise,

wann ich das letzte Mal einfach Freude gespürt habe.


Routinen ohne Farbe

Arbeit, Termine, Verpflichtungen.

Alles läuft.

Eigentlich.

Ich lache an den richtigen Stellen.

Nicke, höre zu, antworte.

„Alles gut“, sage ich.

Und merke, wie leer sich das anhört.

Lebensfreude fühlt sich an wie etwas,

das ich irgendwo verlegt habe.


Innere Fragen

„Bin ich undankbar?“

„Andere haben es doch auch schwer.“

Gedanken relativieren alles.

Gefühle werden leiser.

Ich erkläre mir, warum es okay ist,

nichts zu fühlen.

Alles verstanden.

Nichts lebendig.


Kleine Momente, die nicht bleiben

Ein Sonnenstrahl auf dem Gehweg.

Ein kurzer Witz im Gespräch.

Ein Lied im Radio.

Für einen Moment wird es heller.

Dann ist es wieder weg.

Ich halte es nicht fest.

Oder weiß nicht, wie.

Und frage mich,

warum selbst schöne Momente mich nicht mehr tragen.


Erschöpfung hinter dem Wunsch nach Freude

Ich will mehr Leichtigkeit.

Mehr Lachen.

Mehr echtes Dasein.

Und merke gleichzeitig,

wie müde ich bin vom Wollen.

Je mehr ich Lebensfreude suche,

desto weiter scheint sie sich zu entfernen.

So, wie es gerade läuft,

fühlt es sich nicht stimmig an.


Zwischenraum

Ein freier Nachmittag.

Keine Termine.

Stille.

Ich sitze da

und weiß nicht, was mir gut tut.

Nicht traurig.

Nicht froh.

Nur da.


Unterstützung & Spiegel

Manchmal reicht Nachdenken nicht.

Nicht, weil etwas falsch ist.

Sondern weil man sich selbst nicht mehr spürt.

Ein Gespräch, das Raum lässt.

Jemand, der zuhört,

ohne sofort etwas ändern zu wollen.

Ein Spiegel,

der zeigt, wo das Leben leiser geworden ist.

Keine Lösung.

Aber eine erste Verbindung.


Ein Moment zum Nachspüren

Lebensfreude beginnt vielleicht dort, wo ich mich wieder wahrnehme.



Fragen, die bleiben dürfen

– Wann habe ich zuletzt etwas wirklich genossen?

– Wo funktioniert mein Alltag, ohne mich zu berühren?

– Welche Momente werden schnell übergangen?

– Was macht mich müde, obwohl alles „in Ordnung“ ist?

– Wo könnte ein Gespräch helfen, mich selbst wieder zu spüren?

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