Lasst uns dankbar sein und neue Möglichkeiten entdecken.
- Armin Wick
- 10. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Lasst uns dankbar sein und neue Möglichkeiten entdecken.
Vielleicht fühlt sich alles nur deshalb so brüchig an,
weil etwas anderes entstehen will.
Unsere Zeit wirkt wie ein Übergang.
Nicht klar benennbar.
Nicht bequem.
Die Menschheit gleicht einer Raupe.
Wachsend, suchend, oft mehr nehmend als gebend.
Ein notwendiges Stadium.
Und doch eines, das sich erschöpft.
Jetzt fühlt es sich an wie ein Kokon.
Vertrautes trägt nicht mehr.
Strukturen lösen sich.
Es wird enger, dunkler, stiller.
Nicht als Strafe – eher als Pause.
Im Verborgenen regt sich etwas.
Leise. Unspektakulär.
Neue Gedanken.
Andere Arten von Begegnung.
Menschen, die anders zuhören, anders handeln, anders da sind.
Es sind selten die großen Umbrüche.
Meist sind es kleine Bewegungen.
Ein Moment von Ehrlichkeit.
Geteilte Freude ohne Anlass.
Ein Innehalten, das Verbindung zulässt.
Dankbarkeit zeigt sich hier nicht als Zufriedenheit.
Sondern als Anerkennen dessen, was uns bis hierher gebracht hat.
Ohne daran festzuhalten.
Neue Möglichkeiten drängen sich nicht auf.
Sie werden entdeckt.
Wenn Kontrolle leiser wird.
Wenn Miteinander wichtiger ist als Recht haben.
Wenn wir uns erlauben, nicht fertig zu sein.
Vielleicht ist der Schmetterling näher, als wir glauben.
Nicht als Ziel.
Sondern als Bewegung.
Ob die Raupe wusste, was kommen würde?
Wahrscheinlich nicht.
Und dennoch hat sie losgelassen.



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