Klarheit – Zwischen Wissen und Verstehen
- Armin Wick
- 3. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Dez. 2025
Der volle Kopf
Der Tag ist dicht.
Gedanken stapeln sich übereinander.
Ich weiß viel.
Zu viel.
Argumente, Möglichkeiten, Pro-und-Contra-Listen.
Und trotzdem bleibt dieses Gefühl:
Ich sehe den Wald nicht mehr.
Der Kopf arbeitet.
Der Körper ist müde.
Entscheidungen, die hängen bleiben
Eine Entscheidung steht an.
Eigentlich keine große.
Und doch schiebe ich sie vor mir her.
„Ich brauche noch mehr Informationen.“
Ein Satz, der vertraut klingt.
Zeit vergeht.
Die Unruhe wächst.
Klarheit fühlt sich an wie etwas,
das knapp außer Reichweite liegt.
Innere Dialoge
„Was will ich wirklich?“
Die Frage taucht auf,
verschwindet wieder.
Gedanken antworten schneller als Gefühle.
Ich erkläre mir alles logisch.
Und merke,
dass mich das nicht näher bringt.
Alles durchdacht.
Nichts eindeutig.
Kleine Reibungen
Ein Gespräch endet anders als gedacht.
Ein Blick, der irritiert.
Ein unausgesprochener Satz bleibt im Raum.
„Habe ich mich klar ausgedrückt?“
Oder wollte ich gefallen?
Der Brustkorb wird eng.
Die Schultern ziehen sich hoch.
Klarheit fehlt nicht nur im Denken,
sondern im Erleben.
Komplexität im Alltag
Alles hängt zusammen.
Arbeit, Beziehungen, Erwartungen.
Je mehr ich versuche, Ordnung zu schaffen,
desto mehr verzettelt sich alles.
Ich will es richtig machen.
Für alle.
Und verliere dabei die Richtung für mich selbst.
So, wie es ist,
fühlt es sich nicht stimmig an.
Zwischenraum
Ein Moment ohne Geräusche.
Das Handy liegt still.
Ein tiefer Atemzug.
Nicht klar.
Aber etwas ruhiger.
Für einen Augenblick
muss nichts entschieden werden.
Unterstützung & Spiegel
Manchmal reicht Nachdenken nicht.
Nicht, weil es falsch ist.
Sondern weil es keine Grenze kennt.
Ein Blick von außen kann trennen,
was sich innen vermischt hat.
Ein Gespräch, das sortiert,
ohne zu drängen.
Keine Antwort.
Aber Struktur.
Ein erstes Gefühl von Klarheit.
Ein Moment zum Nachspüren
Klarheit entsteht oft dort, wo das Denken kurz innehält.
Fragen, die bleiben dürfen
– Wo sammle ich Informationen, statt Entscheidungen zu treffen?
– Welche Themen drehen sich immer wieder im Kreis?
– Woran merke ich körperlich, dass mir Klarheit fehlt?
– Wo vermische ich Erwartungen anderer mit meinen eigenen?
– Wo könnte ein Spiegel von außen helfen, Ordnung zu schaffen?



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