Hebt man den Blick, sieht man keine Grenzen.
- Armin Wick
- 2. März
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Mai

Was, wenn Grenzen oft dort entstehen, wo der Verstand alles kontrollieren will?
Der Kopf sucht nach Antworten.
Nach Sicherheit.
Nach dem nächsten Schritt.
Er rechnet.
Vergleicht.
Zweifelt.
Und manchmal wird dabei alles enger.
Weil der Verstand nur sehen kann,
was bereits bekannt ist.
Der Körper spürt das.
Das Kreisen der Gedanken.
Die Spannung.
Dieses Gefühl, als gäbe es keinen Weg.
„Hebt man den Blick, sieht man keine Grenzen.“
Vielleicht bedeutet das nicht, nach oben zu schauen.
Sondern innerlich weiter zu werden.
Für einen Moment nicht alles lösen zu müssen.
Nicht jede Möglichkeit absichern.
Nicht sofort wissen, wie.
Denn Vertrauen funktioniert anders als Wissen.
Es zeigt nicht den ganzen Weg.
Nur den nächsten offenen Schritt.
Und plötzlich ist da wieder Raum.
Nicht, weil alle Fragen beantwortet sind.
Sondern weil nicht mehr alles vom Verstand getragen werden muss.
Manche Grenzen verschwinden nicht im Außen.
Aber sie verlieren ihre Macht,
wenn wir aufhören, uns nur an das zu halten,
was wir kontrollieren können.
Vielleicht beginnt Weite dort,
wo du nicht mehr nur dem Kopf glaubst.
Was verändert sich, wenn du einen Moment nicht alles verstehen musst?
Und was wird sichtbar, wenn Vertrauen mehr Platz bekommt?
Vielleicht ist genau dort mehr möglich, als du gerade denken kannst.



Kommentare