Beziehung – Zwischen Nähe und Distanz
- Armin Wick
- 3. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Dez. 2025
Ankommen im Gespräch
Wir sitzen am Tisch.
Die Stimme in meinem Kopf: „Sag ich zu viel oder zu wenig?“
Die Hände krallen leicht in die Tischkante.
Ein Blick in die Augen des anderen –
und gleichzeitig der Gedanke, mich zurückzuziehen.
Ein kurzes Lächeln, ein Atemzug.
Etwas von mir öffnet sich, etwas bleibt verschlossen.
Innere Dialoge
„Warum fühle ich mich nicht verstanden?“
„Vielleicht bin ich zu fordernd.“
Der Atem stockt.
Ein Puls im Hals.
Ich merke, wie ich mich klein mache – und wie ich spüre, dass ich mich zurückhalte.
Die Spannung zwischen Nähe und Distanz wird laut.
Ein kleiner Schritt: Ich merke, dass ich es bemerke.
Ein Mini-Atemzug von Klarheit.
Situationen, die zeigen
Eine Nachricht, eine Bitte, ein Vorschlag.
Ich will reagieren.
Doch alte Muster melden sich.
Die Stimme: „Besser warten, nichts riskieren.“
Ein anderer Impuls: „Ich könnte es teilen, einfach so.“
Ein Satz entsteht.
Nicht perfekt. Nicht gefeiert.
Aber ausgesprochen.
Ein Moment, der zeigt: Etwas bewegt sich.
Wenn Beziehung kippt
Ein Missverständnis, ein Blick, ein Schweigen –und alles zieht sich zusammen.
Ich spüre die Muskeln, die sich verhärten.
Die Unsicherheit schiebt mich weg.
Doch ich bemerke, dass ich es bemerke.
Ein winziger Abstand, ein Schritt zurück in Bewusstsein,
statt in automatische Reaktion.
Ein stiller Zwischenraum
Vielleicht ist Beziehung genau hier:
Immer wieder zurückkehren, spüren, wahrnehmen –
ohne sofort zu reparieren, ohne sofort zu bewerten.
Fragen, die bleiben dürfen
– Wo halte ich mich zurück, obwohl ich gehört werden will?
– Welche alten Muster wiederholen sich, ohne dass ich sie bewusst wähle?
– Wann spüre ich Nähe und wann Distanz?
– Welche kleinen Schritte zeigen mir, dass Verbindung möglich ist?
– Wo könnte ein gemeinsamer Blick mehr Klarheit schaffen?



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